Nanozoom 2006
   
 

NANOZOOM: KURS AUF DIE EXTREME MINIATURISIERUNG
INDUSTRIEAUSSTELLUNG UND WISSENSCHAFTLICHE KONFERENZEN
EINE PREMIERE IN FRANKREICH

Im Rahmen der Mirconora-Messe wurde eine Ausstellungsfläche von 400 m² ausschließlich der Nanotechnologie gewidmet.

Die Nanotechnologie ist die Technologie des unendlich Kleinen ... jedoch unterscheidet sich leider die Vorstellung vom unendlich Kleinen je nachdem, ob man einen Optiker, einen Elektroniker, einen Mechaniker oder einen Chemiker befragt. Für die Ersteren geht es um Nanotechnologie, sobald der Werkstoff Strukturen von unterhalb der Wellenlänge aufweist, d.h., dass Details unter dem Wert von 300 Nanometer liegen, während der Elektroniker und der Mechaniker erst dann von Nanotechnologie sprechen, wenn die Feinstrukturen von elektronischen Schaltungen im Zehnerbereich der Nanometer liegen. Und für den Chemiker geht es bei der Nanotechnologie um die Atom- und Molekülstruktur. Der Maßstab reicht somit von 1 bis über 1000!
Dies ist eines der größten Paradoxe dieser neuen Technologie, wobei jeder davon überzeugt ist, die richtige Definition zu haben.
Ein weiteres Paradox, das sicher mit der ungenauen Skala zusammenhängt, ist die Verwendung des Schlagworts Nanotechnologie als Lockmittel. Zahlreiche Labors ändern ihre Bezeichnung und fügen das Zauberwort "Nanotechnologie" hinzu. Auch die gewerblichen Produkte folgen diesem Trend, und überall tauchen Produkte auf, deren Name mit "Nano" beginnt, so dass der Eindruck entsteht, dass wir in einer Nanowelt leben...
Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus, und wenn in der Tat eine Vielzahl von Labors weltweit mit Eifer in diesem neuen Bereich arbeiten, so sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft noch sehr gering, wenn man von der Chemiebranche absieht, die von Natur aus nanometrisch ist.
Es wurden verschiedene Versuche unternommen, um die Industrie an diesem Abenteuer, dessen Konturen noch unklar sind, zu beteiligen. Beispielsweise wurde vor 10 Jahren der Nanotechnologie-Club gegründet, der dazu diente, Forscher und Industrieunternehmen zusammenzubringen. Auch wenn der Verein auf zufriedenstellende Weise funktioniert, zeigt die Erfahrung, dass die verschiedenen Veranstaltungen des Vereins hauptsächlich durch die Forscher gestaltet werden.
Darum hat Micronora beschlossen, das Zepter zu übernehmen und die Industrieunternehmen an der Nanotechnologie zu beteiligen.

Nanozoom: Kurs auf die extreme Miniaturisierung

Das Veranstaltungsprogramm der Micronora im Jahr 2006, das den Titel "Nanozoom: Kurs auf die extreme Miniaturisierung" trug, hatte sich die Förderung der Nanotechnologie zum Ziel gesetzt, indem den Industrieunternehmen - ob Start-ups oder Großunternehmen - sowie den Forschungslabors, die Möglichkeit geboten wurde, über ihre Innovationen zu kommunizieren. Es ging darum, das industrielle Potenzial der Nanotechnologie und der zahlreichen Anwendungen, die sich daraus ergeben, ins Rampenlicht zu stellen. Auch wenn die Nanotechnologie in zahlreichen Bereichen ihre Effizienz noch unter Beweis zu stellen hat, so hat sie dennoch bereits in zahlreichen Produktionssektoren in die Wirtschaftswelt Einzug gehalten, wenn auch oft auf diskrete Weise.
Für die Zukunft stellt die Nanotechnologie eine grundlegende wirtschaftliche Herausforderung dar, da sie in allen Bereichen unseres Lebens präsent sein wird: Gesundheit, Elektronik, Textil, Luftfahrt, aber auch in traditionelleren Sektoren wie Mechanik und Automobil.
Die Forscher haben beispielsweise beobachtet, dass ein Nanokupferkorn wesentlich bessere mechanische, elektrische und thermische Eigenschaft aufweist, als ein gewöhnliches Kupferkorn. Heute besteht die Herausforderung darin, dieses Leistungsvermögen auf bestmögliche Weise zu nutzen.
Die Nanotechnologie gehört heute nicht mehr ausschließlich in den Forschungsbereich, sie hat bereits in die Industriewelt Einzug gehalten.

Der Automobilsektor ist ein perfektes Beispiel dafür, da Lacke, Korrosionsschutz, Scheiben, Reifen und Mikrosysteme in immer größerem Maße durch die Nanotechnologie beherrscht werden, im Zuge von Nanoprodukten wie Nanopulver oder Fabrikationspräzisionen, die mit dem Nanometerbereich liebäugeln.
Zur Verdeutlichung dieser neuen Entwicklungen werden große Auftraggeber an Nanozoom teilnehmen: Die Gruppe PSA Peugeot-Citroën, ARKEMA (Produktionslinie für 10 Tonnen Nano-Kohlenstoffröhren pro Jahr am Standort Lacq), SAINT-GOBAIN (selbstreinigende Fensterscheiben mit Hilfe von Nanobeschichtung).
Rund dreißig Aussteller haben ihr Know-how zur Schau gestellt, darunter DGTec (Nanopulver), SiLMach und PHOTLINE (Nanobauteile), Adixen (Graviermaschinen für die Herstellung von Nanobauteilen), CSM Instruments, SCIENTEC, DIGITAL SURF, SUSS MICROTEC, NOVALASE, ACXYS Technologies, SCHAEFER Techniques, IMPULSION, FMNT Finland, CORELASE, NANOCOMP, GENANO, HORIBA JOBIN YVON, STATICE SANTE, OPTEC Industries, PHOTON & POLYMERS, NANOBIOGENE, LOVALITE, POLYRISEJEMI France sowie Forschungslabors.

Parallel dazu stand ein hochkarätiger Konferenzzyklus statt, der sich hauptsächlich auf vier Themen bezog:
- Nanowerkstoffe und Oberflächenbehandlung
- Nanocharakterisierung
- Mikro- und Nanofertigung
- Nanomontage

Das Nanozoom diente als Beispiel, was die künftige Nanowelt der Menschheit zu bieten hat, dank der Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Werkstoffen, der Verringerung der Korrosion, und durch die Bereitstellung von immer kleineren und zuverlässigeren Bauteilen.
Durch die Annäherung von Forschungswelt und Industriewelt wurde das Nanozoom zu einem hervorragenden Hilfsmittel für die Technologiebeobachtung und Wirtschaftsanalyse, das der gesamten Branche zur Verfügung steht.
Eine Premiere in Frankreich im Bereich der Nanotechnologie, mit Unterstützung der regionalen Industrie-, Forschungs- und Umweltdirektion DRIRE Franche-Comté!