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NANOZOOM: KURS
AUF DIE EXTREME MINIATURISIERUNG
INDUSTRIEAUSSTELLUNG UND WISSENSCHAFTLICHE
KONFERENZEN
EINE PREMIERE IN FRANKREICH
Im Rahmen der Mirconora-Messe wurde eine Ausstellungsfläche
von 400 m² ausschließlich der Nanotechnologie gewidmet.
Die Nanotechnologie ist die Technologie des unendlich
Kleinen ... jedoch unterscheidet sich leider die Vorstellung
vom unendlich Kleinen je nachdem, ob man einen Optiker, einen
Elektroniker, einen Mechaniker oder einen Chemiker befragt.
Für die Ersteren geht es um Nanotechnologie, sobald der
Werkstoff Strukturen von unterhalb der Wellenlänge aufweist,
d.h., dass Details unter dem Wert von 300 Nanometer liegen,
während der Elektroniker und der Mechaniker erst dann
von Nanotechnologie sprechen, wenn die Feinstrukturen von
elektronischen Schaltungen im Zehnerbereich der Nanometer
liegen. Und für den Chemiker geht es bei der Nanotechnologie
um die Atom- und Molekülstruktur. Der Maßstab reicht
somit von 1 bis über 1000!
Dies ist eines der größten Paradoxe dieser neuen
Technologie, wobei jeder davon überzeugt ist, die richtige
Definition zu haben.
Ein weiteres Paradox, das sicher mit der ungenauen Skala zusammenhängt,
ist die Verwendung des Schlagworts Nanotechnologie als Lockmittel.
Zahlreiche Labors ändern ihre Bezeichnung und fügen
das Zauberwort "Nanotechnologie" hinzu. Auch die
gewerblichen Produkte folgen diesem Trend, und überall
tauchen Produkte auf, deren Name mit "Nano" beginnt,
so dass der Eindruck entsteht, dass wir in einer Nanowelt
leben...
Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus, und wenn in der Tat
eine Vielzahl von Labors weltweit mit Eifer in diesem neuen
Bereich arbeiten, so sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft
noch sehr gering, wenn man von der Chemiebranche absieht,
die von Natur aus nanometrisch ist.
Es wurden verschiedene Versuche unternommen, um die Industrie
an diesem Abenteuer, dessen Konturen noch unklar sind, zu
beteiligen. Beispielsweise wurde vor 10 Jahren der Nanotechnologie-Club
gegründet, der dazu diente, Forscher und Industrieunternehmen
zusammenzubringen. Auch wenn der Verein auf zufriedenstellende
Weise funktioniert, zeigt die Erfahrung, dass die verschiedenen
Veranstaltungen des Vereins hauptsächlich durch die Forscher
gestaltet werden.
Darum hat Micronora beschlossen, das Zepter zu übernehmen
und die Industrieunternehmen an der Nanotechnologie zu beteiligen.
Nanozoom: Kurs auf die extreme Miniaturisierung
Das Veranstaltungsprogramm der Micronora im Jahr
2006, das den Titel "Nanozoom: Kurs auf die extreme Miniaturisierung"
trug, hatte sich die Förderung der Nanotechnologie zum
Ziel gesetzt, indem den Industrieunternehmen - ob Start-ups
oder Großunternehmen - sowie den Forschungslabors, die
Möglichkeit geboten wurde, über ihre Innovationen
zu kommunizieren. Es ging darum, das industrielle Potenzial
der Nanotechnologie und der zahlreichen Anwendungen, die sich
daraus ergeben, ins Rampenlicht zu stellen. Auch wenn die
Nanotechnologie in zahlreichen Bereichen ihre Effizienz noch
unter Beweis zu stellen hat, so hat sie dennoch bereits in
zahlreichen Produktionssektoren in die Wirtschaftswelt Einzug
gehalten, wenn auch oft auf diskrete Weise.
Für die Zukunft stellt die Nanotechnologie eine grundlegende
wirtschaftliche Herausforderung dar, da sie in allen Bereichen
unseres Lebens präsent sein wird: Gesundheit, Elektronik,
Textil, Luftfahrt, aber auch in traditionelleren Sektoren
wie Mechanik und Automobil.
Die Forscher haben beispielsweise beobachtet, dass ein Nanokupferkorn
wesentlich bessere mechanische, elektrische und thermische
Eigenschaft aufweist, als ein gewöhnliches Kupferkorn.
Heute besteht die Herausforderung darin, dieses Leistungsvermögen
auf bestmögliche Weise zu nutzen.
Die Nanotechnologie gehört heute nicht mehr ausschließlich
in den Forschungsbereich, sie hat bereits in die Industriewelt
Einzug gehalten.
Der Automobilsektor ist ein perfektes Beispiel dafür,
da Lacke, Korrosionsschutz, Scheiben, Reifen und Mikrosysteme
in immer größerem Maße durch die Nanotechnologie
beherrscht werden, im Zuge von Nanoprodukten wie Nanopulver
oder Fabrikationspräzisionen, die mit dem Nanometerbereich
liebäugeln.
Zur Verdeutlichung dieser neuen Entwicklungen werden große
Auftraggeber an Nanozoom teilnehmen: Die Gruppe PSA Peugeot-Citroën,
ARKEMA
(Produktionslinie für 10 Tonnen Nano-Kohlenstoffröhren
pro Jahr am Standort Lacq), SAINT-GOBAIN (selbstreinigende
Fensterscheiben mit Hilfe von Nanobeschichtung).
Rund dreißig Aussteller haben ihr Know-how zur Schau
gestellt, darunter DGTec
(Nanopulver), SiLMach
und PHOTLINE
(Nanobauteile), Adixen
(Graviermaschinen für die Herstellung von Nanobauteilen),
CSM
Instruments, SCIENTEC,
DIGITAL
SURF, SUSS
MICROTEC, NOVALASE,
ACXYS
Technologies, SCHAEFER
Techniques, IMPULSION,
FMNT
Finland, CORELASE,
NANOCOMP,
GENANO,
HORIBA
JOBIN YVON, STATICE
SANTE, OPTEC
Industries, PHOTON
& POLYMERS, NANOBIOGENE,
LOVALITE,
POLYRISE…JEMI
France sowie Forschungslabors.
Parallel dazu stand ein hochkarätiger Konferenzzyklus
statt, der sich hauptsächlich auf vier Themen bezog:
- Nanowerkstoffe und Oberflächenbehandlung
- Nanocharakterisierung
- Mikro- und Nanofertigung
- Nanomontage
Das Nanozoom diente als Beispiel, was die künftige Nanowelt
der Menschheit zu bieten hat, dank der Erhöhung der Widerstandsfähigkeit
von Werkstoffen, der Verringerung der Korrosion, und durch
die Bereitstellung von immer kleineren und zuverlässigeren
Bauteilen.
Durch die Annäherung von Forschungswelt und Industriewelt
wurde das Nanozoom zu einem hervorragenden Hilfsmittel für
die Technologiebeobachtung und Wirtschaftsanalyse, das der
gesamten Branche zur Verfügung steht.
Eine Premiere in Frankreich im Bereich der Nanotechnologie,
mit Unterstützung der regionalen Industrie-, Forschungs-
und Umweltdirektion DRIRE
Franche-Comté!
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